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Friseur in Regensburg: Beratung, Termin und Ergebnis

Die meisten Enttäuschungen beim Friseur entstehen nicht durch handwerkliche Fehler, sondern durch eine Farbe, die anders herauskommt als erwartet. Der Grund ist fast immer derselbe: Das Ergebnis einer Coloration hängt nicht nur vom gewünschten Ton ab, sondern ebenso davon, was schon auf Ihrem Haar ist. Wer das vor dem Termin versteht, stellt die richtigen Fragen — und erspart sich die Enttäuschung im Spiegel.

Warum der Ausgangston mitentscheidet

Farbe wird nicht auf ein weißes Blatt aufgetragen, sondern auf vorhandenes Haar. Der Ton, den Sie am Ende sehen, entsteht aus dem Zusammenspiel des Produkts mit Ihrer Naturbasis und mit allem, was in den Monaten davor aufgetragen wurde. Genau deshalb kann dieselbe Farbe bei zwei Menschen völlig unterschiedlich wirken, und deshalb kann derselbe Wunschton bei Ihnen an den Längen anders herauskommen als am Ansatz.

Dazu kommt die Richtung. Dunkler zu werden ist meist unkompliziert. Heller zu werden bedeutet, vorhandene Farbe aufzuhellen — ein Vorgang, der das Haar beansprucht und der auf vorbelastetem Haar besonders schwer zu steuern ist. Wer über Jahre gefärbt hat, trägt einen Verlauf im Haar, der sich nicht in einem Termin auflösen lässt. Manchmal ist der Weg zum Wunschton deshalb kein Termin, sondern eine Reihe von Terminen.

Das Foto aus dem Netz ist ein Wunsch, kein Auftrag

Bringen Sie ruhig Bilder mit, das hilft — aber bringen Sie mehrere mit, und zwar auch solche, die Ihnen nicht gefallen. Ein Bild zeigt einen anderen Menschen mit anderer Haarstruktur, anderem Ausgangston und in anderem Licht, oft nachbearbeitet. Es ist eine Richtungsangabe, keine Bestellung. Ein Salon, der Ihnen sagt, dass genau dieser Ton bei Ihnen so nicht erreichbar ist oder mehrere Schritte braucht, tut Ihnen einen Gefallen. Wer alles sofort zusagt, verschiebt das Problem nur auf den Moment nach dem Ausspülen.

Sagen Sie umgekehrt offen, was Sie in der Vergangenheit gemacht haben — auch Färbungen zu Hause, auch Produkte aus der Drogerie, auch das, was lange her ist. Diese Information ist keine Nebensache, sie ist die Grundlage der Einschätzung. Was verschwiegen wird, zeigt sich später trotzdem, dann aber unvorbereitet.

Wie ein Farbtermin abläuft

Ein Farbtermin ist länger, als viele einplanen. Rechnen Sie mit diesen Stationen:

  • ein Gespräch über Wunsch, Vorgeschichte und was realistisch erreichbar ist
  • gegebenenfalls eine Probe an einer kleinen, unauffälligen Stelle
  • das Anmischen und Auftragen, meist getrennt nach Ansatz und Längen
  • die Einwirkzeit, die je nach Produkt und Ziel unterschiedlich ausfällt
  • Ausspülen und häufig eine nachfolgende Behandlung zur Pflege oder zum Abtönen
  • Schnitt und Finish

Nehmen Sie sich dafür Zeit und legen Sie den Termin nicht direkt vor eine Verabredung. Wer unter Zeitdruck steht, kürzt an der falschen Stelle. Wenn Sie merken, dass es in eine Richtung läuft, die Ihnen nicht gefällt, sagen Sie es während des Termins und nicht erst danach — währenddessen lässt sich fast immer noch etwas steuern.

Nennen Sie beim Vereinbaren des Termins außerdem, worum es geht. Eine Farbbehandlung braucht mehr Zeit im Kalender als ein Schnitt, und ein Salon, der nur einen kurzen Termin eingeplant hat, steht später selbst unter Druck. Kommen Sie mit trockenem, ungestyltem Haar und ohne frisch aufgetragene Produkte — der Zustand, in dem Ihr Haar tatsächlich ist, ist die bessere Grundlage für die Einschätzung als ein aufgehübschter.

Wenn das Ergebnis nicht stimmt: reklamieren, aber richtig

Sprechen Sie es an, solange Sie noch im Salon sitzen. Das ist unangenehm und trotzdem richtig: Wer erst zu Hause anruft, argumentiert gegen eine Erinnerung. Bleiben Sie dabei sachlich und benennen Sie konkret, was abweicht — zu warm, zu dunkel, fleckig, ungleichmäßig am Ansatz. Ein Gefühl lässt sich schlecht nacharbeiten, eine Beobachtung schon.

Der übliche Weg ist die Nacharbeit, nicht sofort das Geld. Geben Sie dem Salon die Gelegenheit, das Ergebnis zu korrigieren; in aller Regel bekommen Sie zeitnah einen Termin dafür. Realistisch ist dabei: Nicht jede Korrektur gelingt an einem Tag, und manches lässt sich nur schonend über mehrere Schritte lösen, weil sonst das Haar leidet. Führt auch die Nacharbeit zu nichts oder ist sie Ihnen nicht zumutbar, sprechen Sie über eine Minderung. Was dagegen keine Reklamation ist: dass eine Farbe mit der Zeit verblasst, dass der Ansatz nachwächst oder dass Ihnen der Ton nach einer Woche nicht mehr gefällt.

Am Ende zählt das Gespräch vor dem Auftragen mehr als jedes Bild. Wer seine Vorgeschichte offenlegt, sich auf einen erreichbaren Ton einlässt und Abweichungen sofort anspricht, bekommt das Ergebnis, das im Rahmen des Möglichen liegt.

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